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Auf der Pirsch mit Dietmar Eggert

Eingeladen hatte uns Herr Eggert seines Namens Jagdaufseher vom „Hallerkopf“ und seit 25 Jahren mit Leib und Seele für „seinen Wald“ tätig. Wenn Herr Eggert mal einen Tag nicht nach seinem „Hallerkopf „ schauen kann, ist das für ihn eine kleine Katastrophe.

Der Mann in Grün ist als Jagdpächter des 210 Hektar Reviers von Herrn H.K. de Myn zuständig.

Es ist beeindruckend, was man alles entdecken kann, wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht. An viele Dinge wären wir achtlos vorbei gelaufen.

Herr Eggert der ja jeden Stock und Stein im Wald kennt, zeigte uns die Markierungen, die das Wild hinterlässt, (abgeknickte oder angeschabte Äste oder Bäumchen).

Um das Wild von zu starkem Verbiss an jungen Forstpflanzen abzulenken, werden
Wildäsungsflächen angelegt. Diese teilweise am Hang gelegene Flächen sind gut besonnt und bieten dem Wild vielfältige Nahrung.
Die Pflege dieser Flächen umfasst eine jährliche Kalkgabe um der Bodenversauerung entgegen zu wirken, so wie ein bis zweimaliges Mähen. Diese so genannten Äsungsflächen sind über das ganze Revier verteilt.

Herrn Eggert und seine Jagdhelfer haben viele kleine Nischen im Hallerkopf geschaffen, die für Flora und Fauna von großer Wichtigkeit sind. Auch das so genannte Todholz wird heute nicht mehr ausgegliedert, denn es dient für Nistplätze für viele Arten von Tieren.

Der Hallerkopf birgt aber noch eine sehr interessante Überraschung. Auf kleinem Weg begaben wir uns abseits der Wanderwege. Wenn man absolut leise war, hörte man ein Knistern auf dem Boden und wenn man nach unten sah den Grund dafür. Zigtausende von Ameisen säumten den Boden und krabbelten uns ins Hosenbein. Auf dem Hallerkopf leben ca. 20 Ameisenstaaten. Jeder einzelner Staat hat Millionen von Ameisen, die unterschiedliche Arbeiten verrichten. Da gibt es die Arbeiterinnen, die Jägerinnen, die Bautrupps, die den Ameisenhügel schützen, die Wächterinnen, Ameisen die sich um den Nachwuchs kümmern und nicht zuletzt die Ameisenkönigin, die bis zu 25 Jahre alt werden kann.
Ein Ameisenhügel wird von den Ameisen unter ganz bestimmten Richtlinien gebaut.
Eine sonnige Hanglage mit altem Holzstumpf ist  der ideale Platz. Der Holzstumpf wird von den Ameisen „besetzt“ und zu einem Nesthügel aufgebaut.
 

 
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Da ein Ameisenhügel zu zwei Drittel unter der Erde und nur 1 Drittel über der Erde sichtbar ist. Die Ameisenkönigin hält sich in den unteren Regionen auf, wo sie am besten geschützt werden kann. Als Baumaterial benutzten die Ameisen Nadeln und kleinste Hölzer. Die Ameisen haben ein geniales Belüftungssystem. Sie wälzen innerhalb von 2 Wochen die Baumasse einmal um. Damit verhindern sie eine Verpilzung oder Verschimmelung des Baus. Die Ameise steht seit 1792 unter Artenschutz.

Herr Eggert bat uns eindringlich, diese Gebiete nicht auf eigene Faust zu besuchen. Zu viel Schaden würde angerichtet, wenn die Waldbesucher die Wanderwege verlassen.

Wir danken Herrn Eggert für diesen schönen Ausflug in eine faszinierende Welt und wünschen Ihm allzeit Waidmann’s Heil und wir sagen Waidmann’s Dank.

a.b. 2004-04-25
 

   
             

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