Friedrich Neynabe

 
   

Aus dem fernen Kanada bekamen wir
dieses Gedicht zugesandt, wir möchten
es nicht für uns behalten.

wenn ich an's alte hagen denke,
an meine liebe vaterstadt
ans bahnhofsviertel und die schwenke,
wie alles sich veraendert hat!
ich kenn mein schoenes altes hagen
denn die erinnerung reicht weit
wo wir gespielt als kleine blagen
doch das ist laengst vergangenheit.
wir hatten unsere originale,
die schiefe berta war bekannt.
denk ich zurueck so viele male
sei ambos hoefinghof genannt.
wer kann denn heut noch platt verstehen
die meisten freunde sind nicht mehr.
das rad der zeit laesst sich nicht drehen
vergangenheit -nie wiederkehr.
in boele,eilpe,eppenhausen
so manches fachwerkhaeuschen stand
da wo heut schnelle wagen sausen
gab's baumalleen am strassenrand.
im stadtpark gibt's vertraeumte wege,
die ich so gern gegangen bin
doch wenn ich weiter ueberlege,
das alte hagen ist dahin.
dass mit den jahren sich viel aendert,
dassgab es schon,als ich noch klein
wer spaeter mal durch hagen schlendert,
fuer den wird's dann nicht anders sein.

F. Neynabe