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15.03.2011
       
             
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Stadtteilforum 15.3.2011

Das erste Stadtteilforum im Jahr 2011 fand im Werkhof „Möbel + Mehr“ wie immer auf Einladung von Ratsherrn Sven Söhnchen statt. Zentraler Tagesordnungspunkt war ein Referat von Marcello Servidio, Mitarbeiter der Betreuungsbehörde der Stadt Hagen, über das Thema Vorsorgevollmacht.

In seinem temperamentvollen Vortrag brachte Herr Servidio den Eckeseyern die Unterschiede zwischen „Patientenverfügung“, „Betreuungsverfügung“ und  „Vorsorgevollmacht“  näher.
Das Betreuungsrecht wurde 1992 reformiert. Die bis dahin in vielen Fällen angewandte Vormundschaft wurde abgeschafft und brachte den betroffenen Menschen erhebliche Verbesserungen.

Während ein Testament die Wünsche eines Menschen nach seinem Ableben regelt, so übernimmt die Vorsorgevollmacht diese Aufgabe zu Lebzeiten, wenn der betroffene Mensch seine Belange und Wünsche nicht mehr selbst vertreten kann.
Für diesen Fall besteht die Möglichkeit einen anderen Menschen zu seinem Bevollmächtigten zu benennen.

Es besteht die Handhabe mehrere Bevollmächtigte zu benennen und denen unterschiedliche Handlungsräume zu übertragen oder einen Bevollmächtigten und zusätzlich einen Ersatzbevollmächtigten.

Immer wieder hob Herr Servidio in seinem Referat hervor, dass VERTRAUEN der allerwichtigste Faktor bei einer Vollmacht sei.

Die Betreuungsbehörde empfiehlt in jedem Fall die Verfügung von einem Notar, Rechtsanwalt oder einer Behörde beglaubigen zu lassen. Besonders wichtig ist diese Beglaubigung bei
- umfangreichen Vermögen
- Einsatz von mehreren Bevollmächtigten
- Handlungsanweisungen
- Erwerb / Verkauf von Immobilien /     
   Eigentumswohnungen
- Kreditaufnahme

Natürlich kann eine Vollmacht jederzeit widerrufen oder ergänzt werden. Dies muss entweder auf dem Originaldokument geschehen oder das Original muss gegen ein neues ausgewechselt werden.

Die Unterschiede:
In der Patientenverfügung werden alle medizinischen Belange festgelegt. Beispielsweise ob eine künstliche Beatmung aufrecht gehalten werden soll auch wenn sicher ist, dass keine Verbesserung des Zustandes zu erwarten ist.

Eine Betreuungsverfügung bestimmt Erledigung  von Angelegenheiten, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Im Gegensatz zu einer Patientenverfügung oder Vorsorgeverfügung werden die Wünsche des Betroffenen in einer Betreuungsverfügung auch dann vom Gericht anerkannt, wenn der Patient zum Zeitpunkt der Niederschrift geschäftsunfähig war.

Die Vorsorgevollmacht ist die umfassendste aller Verfügungen, da sie für nahezu alle Belange eingesetzt werden kann. Außerdem ist der Bevollmächtigte sofort handlungsfähig, wenn der  Vollmachtgeber in einer Notsituation steckt und selbst nicht mehr handlungs- oder entscheidungsfähig ist.  Es liegt auf der Hand, dass in dieser Form der Verfügungen das größte Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten Personen herrschen muss.

Große Unsicherheit herrschte bei den ForenteilnehmerInnen bei den Punkten Missbrauch von Vollmachten und Widerrufungen. Herr Servidio konnte die Besucher aber insofern beruhigen, denn die Betreuungsbehörde übt auch eine Kontrollfunktion aus.

Am Ende der Veranstaltung berichtete Herr Söhnchen, dass der Eckeseyer Volmegrünzug  in diesem Jahr auch in den Veranstaltungskalender des Muschelsalats aufgenommen wird. Eckesy.de wird rechtzeitig darüber informieren.

 

Weitere Informationen zum Thema Betreuungsrecht und Formulare erhalten Sie unter:
Bundesministerium der Justiz
 

 

16.03.2011 - p.b.
 

 









   
             

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