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08.07.2004
       
             
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Sprechstunde mit
Polizeipräsidentin
Ursula Steinhauer


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Antworten des Präsidiums


 

 
Ursula Steinhauer kam ohne Polizeischutz, sondern lediglich mit einem dicken Aktenordner und einem ebenso dicken Block für Notizen. Ein Hund war auch im Raum. Etwa ein Polizeihund? Nein, der gehörte einem Gast.

Unsere Polizeipräsidentin klärte über subjektive und objektive Wahrnehmung einer Straftat auf.

Eine Menge statistischer Daten folgte.
Hagen ist die 4. sicherste Großstadt in NRW.
2003 lagen 17.500 Straftaten vor, ein Anstieg gegenüber 2002 von nur 0,2%. Landesweit beträgt der Anstieg 2,46%
Die Aufklärungsquote beträgt in Hagen 51,6%, landesweit liegt sie bei 47%.
Frau Steinhauer machte deutlich, dass in diesen 17.500 Straftaten auch "kleinere" Delikte erfasst sind. Die Aufklärungsquote liegt bei Tatenbeständen, die unter Schwerstkriminalität fallen, erheblich höher. Ein Raubüberfall läßt sich eher aufklären, als eine Sachbeschädigung.

Mit Besorgnis erwähnte Frau Steinhauer die wachsende Kriminalität im Scheckkarten- und Versicherungsbetrugs. Die Betrugsdelikte schnellen erschreckend nach oben. Eine Steigerung von 42% !!! weist die Polizeistatistik auf.

Zu Eckesey konnte die Polizeichefin berichten, dass dieser Stadtteil, aus polizeilicher Sicht, zu den unauffälligen Plätzen gehört. 501 Vorfälle waren 2003 über Eckesey im Polizeibericht zu finden. In Vorhalle waren es 557.

Die Verlagerung eines Teils der Wache Hoheleye in die Innenstadt macht jährlich 20.000 Personalstunden frei, rechnete Frau Steinhauer plausibel vor. Zusammen mit Einführung der Ordnungspartnerschaft (ebenfalls 20.000 PS) ergeben das 40.000 Stunden, die effektiver eingesetzt werden können - nämlich für Präsenz. Eckesey und Vorhalle profitieren von diesen Maßnahmen mit zusätzlichen 3.000 Stunden jährlich.

Natürlich fiel in der Diskussionsrunde auch der Begriff "Ausländerkriminalität".
Ursula Steinhauer machte deutlich, dass hier wohl eher die Soziologen gefragt seien, als die Polizei, denn in Eckesey seien nicht mehr Zwischenfälle vorgekommen, die von ausländischen Mitbürgern verursacht wurden, als von Deutschen.

Thema allgemeines Sicherheitsgefühl.
Die Polizei hat unlängst eine Befragung der Bürger durchgeführt und 2.500 Fragebögen verschickt. 864 kamen beantwortet zurück. Frau Steinhauer betonte, dass viele Fragen "frei" beantwortet werden sollten, also ohne Vorgabe von Antwortmöglichkeiten.
Demnach fühlen sich die Menschen in Eckesey 3 Mal sicherer, als beispielsweise in Hagen Mitte. Die Angstplätze in Hagen sind: Vorplatz Cinestar, Volkspark und Bahnhofsgegend.

Als Gefahrenpunkt in der Verkehrssicherheit wurde auffällig oft der Bereich Eckeseyer / Lenaustr. genannt. An Lösungen wird gearbeitet. Frau Steinhauer machte aber klar, dass Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen flächendeckend durchgeführt werden.
Ein trauriges Ergebnis sind beispielsweise die Messungen vor Kindergärten. Die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden von Eltern begangen, die ihre Kinder brachten oder abholten.

Die Frage, warum die Außenstelle für den Bezirksbeamten in Vorhalle geschlossen worden sei, beantwortete die Polizeichefin: "Ein Bezirksbeamter gehört in den Bezirk und nicht in eine Amtsstube!"
Hat sie nicht Recht?

Natürlich konnten nicht alle Fragen direkt vor Ort beantwortet werden, aber die Polizeipräsidentin hat sich viele Notizen gemacht und versprochen auch diese zu beantworten. Ihre Antworten werden dann auch hier zu lesen sein.

Frau Steinhauer, die am Vortag Geburtstag hatte, freute sich sehr über die Glückwünsche und einen Blumenstrauß, der ihr vom Ortsverein SPD überreicht wurde.

09.07.04 - p.b.
   
             

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